Hodenkrampfadern -Varikozele testis

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Hodenkrampfadern (Varikozele testis):

Erweiterung des venösen Abflusses vom Hoden, wobei das venöse Blut beim Pressen in die falsche Richtung, nämlich zum Hoden hin, fließt.

Etwa 15% der Männer haben eine Hodenkrampfader, die in den meisten Fällen auf der linken Seite lokalisiert ist. Eine Hodenkrampfader kann zu einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit des Mannes führen (Subfertilität, Infertilität). Dies ist jedoch kein Alles-oder-nichts Zusammenhang.

Liegt eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit vor, kann eine erfolgreiche Therapie der Hodenkrampfader zu einer Verbesserung der Samenqualität führen.
Hierzu wurden beim letzten Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie aktuelle Daten aus den USA präsentiert. Dort wurden Patienten mit schlechter Spermaqualität und tastbarer Varikozele hinsichtlich erzielten Schwangerschaften nachkontrolliert. 396 Pat. wurden operiert, 174 Patienten erhielten keine Varikozelentherapie. Die Konzeptionsrate bei den operierten Patienten betrug 33% gegenüber den nicht operierten Patienten mit 15,5%, also war bei den operierten Patienten letztlich eine Verdoppelung zu verzeichnen.

Angewandte Therapieformen sind u.a. die antegrade Varikozelensklerosierung (Verödung) und die mikrochirurgische Varikozelenligatur (Unterbindung der erweiterten Gefäße unter einem Operationsmikroskop).

Wir führen eine Varikozelensklerosierung nach Prof. Dr. Tauber durch.

Diese erfolgt in Form eines ambulanten Eingriffs mit kurzer Narkose in der Iatros-Klinik.
Hierbei wird der Patient über eine sogenannte Larynxmaske narkotisiert, eine Intubation ist nicht erforderlich. Der Zugang erfolgt über einen etwa 2cm langen Schnitt seitlich am Skrotum direkt über dem Samenstrang. Anschliessend wird eine der Krampfadern präpariert und mittels einer feinen Kanüle sondiert. Zunächst wird nun Kontrastmittel vorgespritzt, um radiologisch den Abfluß nach oben in die Testikularvene zu sichern. Bei korrekter Lage wird dann das Sklerosierungsmittel (etwa 3ml) gespritzt, die Kanüle entfernt und die Vene unterbunden. Abschliessend wird die Wunde mit resorbierbarem Nahtmaterial verschlossen, so dass im weiteren Verlauf kein Fadenzug notwendig ist.

Diese erfolgt in Form eines ambulanten Eingriffs mit kurzer Narkose oder Lokalanästhesie.

Die OP dauert ca. 25-30 Minuten.


Wir machen ca. 100 dieser Eingriffe pro Jahr.


Original OP:
Prof. Dr. Tauber, Krankenhaus St. Georg Hamburg

Tel.: 040 1818 85 3526
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